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Gem. DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) haben Grenzgänger ihre Steuern im Wohnsitzstaat (Deutschland) zu entrichten. Die monatliche Steuerlast wird vom steuerpflichtigen Bruttolohn in Euro und von der jeweiligen Steuerklasse des Grenzgängers ausgerechnet. In der Schweiz bezahlt der Grenzgänger 4,5% Quellensteuer, der Rest in Deutschland.

Die Steuern in Deutschland werden jeweils am 10.3./10.6./10.9. und 10.12. fällig, jeweils vierteljährlich im Voraus.

Alle wichtigen Formulare:

 

Dem Grenzgänger wird durch den Arbeitgeber eine begrenzte Quellensteuer von 4,5 % vom Bruttolohn abgezogen. Der Steuerabzug darf allerdings nur dann auf 4,5 % begrenzt werden, wenn der Grenzgänger dem Arbeitgeber eine vom deutschen Wohnsitzfinanzamt ausgestellte Ansässigkeitsbescheinigung (Formular Gre-1) bzw. deren Verlängerung (Formular Gre-2) vorlegt.

Diese Steuer wird in Deutschland nach Vorlage des Lohnausweises, der den Betrag der abgezogenen Quellensteuer angibt, bei der Veranlagung an die Einkommensteuer angerechnet.

 

Wenn dem Arbeitgeber im Zeitpunkt der Lohnzahlung keine gültige Ansässigkeitsbescheinigung bzw. deren Verlängerung vorliegt, behält er die volle Steuer und nicht nur 4,5 % ein. Zur Anwendung gelangen die Tarife für ausländische Arbeitnehmer (Quellensteuertarife A, B, C und D), d.h. der kantonale Steuersatz wird dann zugrunde gelegt.

 

Ansässigkeitsbescheinigung

In dieser Bescheinigung, die beim deutschen Wohnsitzfinanzamt mit Formular Gre-1 zu beantragen ist, wird bestätigt, dass der Grenzgänger seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Die Bescheinung gilt für 1 Kalender Jahr und wird vom Wohnsitzfinanzamt mit dem Formular Gre-2 automatisch um jeweils ein weiteres Jahr verlängert.

 

Schweizerische Steuern, die infolge Nichtvorliegens einer Ansässigkeitsbescheinigung in voller Höhe erhoben wurden, können nach Eintritt der Rechtskraft nur beschränkt erstattet werden. Eine Erstattung kommt namentlich dann nicht in Betracht, wenn der Grenzgänger die Ansässigkeitsbescheinigung bzw. die Verlängerung bei der ihm zumutbaren Sorgfalt vor Eintritt der Rechtkraft der Steuer dem Arbeitgeber hätte vorlegen können.

Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer werden in Deutschland erhoben. Quellensteuer wird in der Schweiz einbehalten. Das deutsche Finanzamt berücksichtigt bei der Einkommensteuerveranlagung die Quellensteuer in Höhe von 4,5 %. Diese wird in Abzug gebracht. Die Differenz wird in ¼ jährlichen Vorauszahlungen zur Zahlung fällig (10.03./10.06./10.09./10.12.). Deshalb wird keine Lohnsteuerkarte benötigt.

 

Als Grenzgänger benötigen Sie folgende Finanzamtformulare, welche Sie sich hier runter laden können:

 

Wenn ein Arbeitnehmer während des gesamten Kalenderjahres an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund seiner Arbeitsausübung nicht an seinen Wohnsitz zurückkehren kann (Nichtrückkehrtage), wird die volle Quellensteuer einbehalten.

 

Diese Einkünfte sind in Deutschland von der Steuer befreit, unterliegen jedoch dem Progressionsvorbehalt. Sollte der Arbeitnehmer jedoch Tätigkeiten in Drittstaaten oder aber in Deutschland körperlich anwesend ausüben, fällt das Besteuerungsrecht soweit (anteilig) wieder an den Ansässigkeitsstaat (Deutschland) zurück. Das kann unter Umständen dazu führen, daß der Jahresarbeitslohn zeitanteilig in unterschiedlichen Ländern der Besteuerung liegt.

 

Um in Deutschland eine Befreiung von der Steuer zu erlangen, muss der Grenzgänger dem Wohnsitzfinanzamt eine Bescheinigung des Arbeitgebers über die Nichtrückkehr an mehr als 60 Tagen  (Formular Gre-3) vorlegen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den abgezogenen Quellensteuerbetrag im Lohnausweis unter der Rubrik „Bemerkungen“ anzugeben.

 

Als Nichtrückkehrtage gelten nur Arbeitstage, die im persönlichen Arbeitsvertrag des Arbeitnehmers vereinbart sind. Samstage, Sonn- und Feiertage können nur ausnahmsweise zu den maßgeblichen Arbeitstagen zählen. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn der Arbeitgeber die Arbeit an diesen Tagen ausschließlich anordnet und für diese Tätigkeit Freizeitausgleich oder Bezahlung gewährt. Eintägige Geschäftsreisen zählen stets zu den Nichtrückkehrtagen.

 

Eine Nichtrückkehr an den deutschen Wohnort wird anerkannt, wenn:

 

  • Die Straßenentfernung zwischen Wohnort und Arbeitsort mehr als 100 km beträgt (bis 2018=110 km)
  • Der Arbeitsweg für den Hin u. Rückweg bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel mehr als 3 Std. beträgt
  • Für den Arbeitnehmer eine gesetzliche Wohnsitzpflicht in der Schweiz besteht
  • Wenn der Arbeitgeber die Wohn- und Übernachtungskosten des Arbeitnehmers trägt

 

Aufgrund der Komplexität dieser Spezialregelung ist die Beratung durch einen sachkundigen Steuerberater sinnvoll und wichtig.

Quellensteuer in der Schweiz

Ab dem 1. Januar 2021 wird offiziell und schweizweit das Konstrukt der «Quasi-Ansässigkeit» eingeführt. Des Weiteren haben auch steuerlich ansässige Personen in der Schweiz mit einer Quellensteuerpflicht per se die Möglichkeit, eine Schweizer Steuererklärung einzureichen. 

Nachträglich ordentliche Veranlagung bei Ansässigkeit in der Schweiz

Bis Ende 2020 konnten quellensteuerpflichtige Personen in der Schweiz (z.B. mit B-Bewilligung) bis zu einem Einkommen ab 120.000 CHF im Jahr, keine ordentliche Steuererklärung abgeben. Diese hatten die Möglichkeit, ihre Steuerlast durch die sog. Tarifkorrektur zu reduzieren. Diese Möglichkeit entfällt ab dem 01.01.2021. Neu ist nun, daß sich ab der Steuerperiode 2021 (also erstmal anfangs 2022), alle Personen, unabhängig vom Jahresgehalt, einen Antrag auf nachträgliche ordentliche Veranlagung gemäss Art. 89a a DBG in Verbindung mit Art. 10 QStV stellen können. Hierfür müssen sie bis am 31. März des auf die Fälligkeit der Leistung folgenden Steuerjahres (erstmals bis 31. März 2022 für das Steuerjahr 2021) einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen kantonalen Steuerverwaltung einreichen.

Zu beachten ist:

  • Wenn man sich für die ordentliche Besteuerung entscheidet handelt es sich es sich nur dann um einen Vorteil, wenn die Wohnort Gemeinde steuergünstig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, bezahlt man bei Umstellung mehr Steuern als bisher. Vor allem gilt zu beachten, daß wenn man sein Steuersystem umstellt, dies auch für alle kommenden Jahre eine rechtliche Bindungswirkung hat. Man bleibt dann also nachträglich ordentlich veranlagt.
  • Sollte man zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der Schweiz umziehen, und die neue Gemeinde sollte steuerlich schlechter sein als die aktuelle, ist die Steuerbelastung ab dann auch ungünstiger.

Da die Entscheidung weitreichende Folgen hat, empfehlen wir bei einem Schweizer Steuerberater eine gute steuerliche Prüfung.

„Neu: Quasi-Ansässigkeit“ – Regelung für quellensteuerpflichtige Personen, die im Ausland steuerlich ansässig sind, z.B. Grenzgänger mit Wochenaufenthalt

Um der Forderung bezüglich steuerlicher Gleichbehandlung von In- und Ausländern gerecht zu werden, wurde mit der Quasi-Ansässigkeit im Bundesgesetz zur Direkten Bundesteuer (DBG) wie auch in der neuen Quellensteuerverordnung (QStV) ein komplett neues Konstrukt eingeführt. Es findet Anwendung auf quellensteuerpflichtige Personen, die im Ausland steuerlich ansässig sind. Diese Arbeitnehmenden, welche die Voraussetzungen an die Quasi-Ansässigkeit erfüllen, haben das Recht, für jedes Jahr bis am 31. März des auf die Fälligkeit der Leistung folgenden Steuerjahres einen Antrag auf nachträgliche ordentliche Veranlagung bei der zuständigen Kantonalen Steuerverwaltung einzureichen.

Die Voraussetzungen für eine nachträglich ordentliche Veranlagung bei der Quasi-Ansässigkeit sind gegeben, wenn im entsprechenden Steuerjahr mindestens 90 Prozent der weltweiten Bruttoeinkünfte in der Schweiz steuerpflichtig sind. Die gesetzliche Grundlage dazu ist im Art. 99a Abs. 1 Bst. A DBG in Verbindung mit Art. 14 QStV verankert. Dieser Antrag kann grundsätzlich jedes Jahr gestellt werden.

Für die Berechnung ist das weltweite Einkommens des Quellensteuerpflichtigen maßgebend, bzw. für die 90 Prozent-Regel werden auch die Bruttoeinkünfte des in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe lebenden Ehegatten aus Deutschland hinzugerechnet. Auch versch. „sonstige“ Einkünfte aus Deutschland sind dafür maßgebend.

Von der Erfüllung der 90 Prozent Regelung ist es abhängig, ob z.B. ein Grenzgänger mit Wochenaufenthalt die ordentliche Besteuerung wählen kann oder nicht.

Für nähere Beispiele und Informationen diesbezüglich:

https://www.bdo.ch/de-ch/publikationen/fachartikel/nl/neuerungen-bei-der-quellensteuer-ab-1-januar-2021-internationales

https://blog.sorba.ch/quellensteuerreform2021-10-neuerungen

Grenzgänger in der Schweiz sind Arbeitnehmer mit gewöhnlichem Aufenthalt und Wohnsitz in Deutschland. Sie sind dem Schweizer Sozialversicherungssystem unterstellt, bezahlen Quellensteuer in der Schweiz aber unterliegen vollumfänglich der deutschen Steuerpflicht.

 

Wie kann ich meine Steuerbelastung verringern?
Mit einer Direktversicherung für Grenzgänger verbessern Sie nicht nur Ihre Alters­vorsorge, Sie vermindern gleichzeitig Ihre Steuerbelastung.

 

Worum geht es?
Sie können im Jahr bis max. 6.624,- EUR in einen Sparvertrag anlegen, der dann steuerlich abzugsfähig ist (Steuerersparnis bis zu 2.782,- EUR pro Jahr).

 

Wie funktioniert es?
Als Grenzgänger schließen Sie den Vertrag mit einem deutschen Versicherer ab. Die Beiträge und Renten fließen direkt zwischen Ihnen und dem Versicherer. Da die Direktversicherung nach deutschem Recht jedoch eine kollektive Vorsorgeform ist (wie in der Schweiz die Pensionskasse), brauchen Sie zusätzlich eine Bestätigung des schweizerischen Arbeitgebers.

 

Wie gehen Sie vor?
Das Produkt für Grenzgänger bieten nur wenige Versicherer an. Wir zeigen Ihnen auf, welche das sind, und wo die Unterschiede liegen.

 

Ruhestandsplanung
Wir erstellen für Sie als Mitarbeiter eine Hochrechnung, was Sie im Rentenalter an Rente erwarten können. Selbstverständlich unter Berücksichtigung Ihrer Ansprüche aus der Schweiz (AHV, PK), der deutschen Rentenversicherung und Ihrer bisher schon getätigten Alters­vorsorge.

 

Beratung rund um das 3-Säulensystem der Schweiz

 

 

Im Bereich der Alters­vorsorge hat die Schweiz das 3-Säulensystem. Wir zeigen Ihnen auf, welche Ansprüche Sie daraus erwarten und wie Sie eine gegebenenfalls auftretende Vorsorgelücke mit der 3. Säule (Grenzgänger–Direktversicherung) schließen können.

 

Alles aus einer Hand
In einem persönlichen Informationsgespräch bei uns erfahren Sie:

 

  • Ihre persönliche Steuerersparnis
  • Ihre Ansprüche aus dem Schweizer Rentensystem (AHV + PK)
  • Ihre Ruhestandsplanung unter Berücksichtigung der bisher getätigten Alters­vorsorge
  • Lösungen bei Optimierungsbedarf

 

Durch unsere Spezialisierung auf Grenzgänger und unsere Unabhängigkeit am Markt können wir Ihnen gezielt und maßgeschneidert verschiedene Offerten von Anbietern aufzeigen. Wir erläutern Ihnen die Unterschiede und stellen die Leistungen gegenüber. So ist gewährleistet, das passende Modell für Sie zu finden. Dieses können Sie dann direkt bei uns abschließen. Somit kümmern wir uns um die komplette Abwicklung und stehen auch künftig für Fragen betreuend zur Seite.

 

Ihre Vorteile mit einer Grenzgänger-Direktversicherung auf einen Blick

 

 

Reduziert sofort Ihre ¼ - jährlichen Vorauszahlungen!

 

Voraussetzung: Ihr Arbeitgeber in der Schweiz unterstützt diese Vorsorge. Bereits über 1.000 Firmen (z.B. Novartis, Roche, BASF und Swiss International Airlines uvm.) machen mit.

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VERSICHERUNG

Für Aufenthalter und Grenzgänger gibt es viele Optionen beim Thema Krankenversicherung. Hier finden Sie alle Möglichkeiten.

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